Einladung ins Kino und Theater

Scala-Kino zum Flüchtlingstag am 26. September 2014

In Kooperation mit amikeco-willkommensinitiative, dem Lüneburger Netzwerk gegen Rechts und dem SCALA Programmkino hat die Kino-Werkstatt e.V. ein Programm gestaltet, das sowohl die Probleme von Geflüchteten als auch Möglichkeiten aufzeigt, wie praktische Solidarität aussehen kann.

 

Es werden drei verschiedene Dokumentarfilme gezeigt - nach den Vorstellungen besteht die Möglichkeit, sich mit den Filmschaffenden zu unterhalten, sich auszutauschen und zu diskutieren sowie mit lokalen Initiativen und Organisationen, die schon seit Jahren zu diesen Themen arbeiten, ins Gespräch zu kommen. Der Tag soll dazu dienen, die doch sehr häufig rassistische und vorurteilsbehaftete Debatte in andere Bahnen zu lenken und vor allem Flüchtlingen und ihren Erfahrungen den Raum zu geben, den sie verdienen.

Denn wie sieht die „Willkommenskultur“ in Deutschland tatsächlich aus? Welche Schwierigkeiten haben Flüchtlinge auf der Flucht und dann hier in Deutschland? Wie sieht die Situation für Flüchtlinge in der Stadt und dem Landkreis Lüneburg aus? Welche Möglichkeiten gibt es, Geflüchtete zu unterstützen?

Mehr Infos zu den Filmen, den Gästen und den jeweiligen Anfangszeiten: Der Flyer

 

 

Szenische Lesung "Lampedusa 3. Oktober 2013" am 3. und 12. Oktober

3. Oktober in Scharnebeck /  12. Oktober in Lüneburg (siehe auch unten)

 

3. Oktober 2013 – wenige Hundert Meter vor der Küste der italienischen Insel Lampedusa ereignet sich eine entsetzliche Katastrophe. Ein Boot mit mehr als 500 afrikanischen Geflüchteten an Bord gerät in Brand und kentert. 366 Menschen, darunter viele Kinder, sterben. Die Katastrophe rüttelt Europa wach, die Kritik an der Flüchtlingspolitik der EU-Staaten wächst, immer mehr Menschen erkennen die Unmenschlichkeit vor der eigenen Haustür. Von mehr als 23.000 toten geflüchteten Menschen in den vergangenen zehn Jahren ist die Rede. Der in Hannover lebende italienische Autor Antonio Umberto Riccó hat dokumentierte Zeugenschilderungen vom 3. Oktober 2013 zu einer szenischen Lesung verarbeitet. Sie erinnert zusammen mit der Musik des ebenfalls in Hannover lebenden Komponisten Francesco Impastato und Bildern des Geschehens auf berührende Weise an diesen Tag der Trauer.


Die Texte erzählen die Geschichten der Geflüchteten, ihrer Retter_innen und jener, die keine Hilfe geleistet haben. Sie stellen Fragen nach dem Hergang der Katastrophe, der Rolle der italienischen Küstenwache, dem Schicksal der Überlebenden – und nach der Menschlichkeit der europäischen Rechtsordnung.


Am Freitag, 3. Oktober 2014, dem Jahrestag der Katastrophe, führen Mitglieder der Willkommensinitiative Lüneburg und des Lüneburger Netzwerks gegen Rechts die szenische Lesung im Gemeindehaus Scharnebeck, Hauptstraße 50, auf. Beginn ist um 17 Uhr.


Am Sonntag, 12. Oktober 2014, wird die Lesung im Lüneburger Theater im e.novum, Munstermannskamp 1, um 11 Uhr wiederholt. Im Anschluss der Lesungen finden jeweils Diskussionen zu der Flüchtlingspolitik der EU und der Situation der geflüchteten Menschen in Stadt und Landkreis Lüneburg statt.

 

Bei beiden Veranstaltungen ist der Eintritt frei. Die Veranstalter_innen bitten um Spenden für den Verein amikeco e.V. und die Willkommensinitiative, die in Lüneburg Arbeit für geflüchtete Menschen leisten.

 

Wir bedanken uns schon jetzt herzlich bei allen, die die Lesungen mit vorbereitet haben und natürlich auch bei der Projektgruppe selbst: http://www.lampedusa-hannover.de/

amikeco e.V.
Willkommensinitiative
Lüneburger Netzwerk gegen Rechts

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